Deutschland

Im Mai 2008 erscheint im Wirtschaftsmagazin brand eins ein Porträt über Kessels & Smit. Es ruft zahlreiche Reaktionen hervor. Es entstehen neue Kontakte zwischen Kessels & Smit-Beratern aus den Niederlanden und Fachkollegen aus Deutschland. Zusammen fangen wir an, mit unseren Ideen und Ansätzen auch im deutschsprachigen Raum zu arbeiten. Im Mai 2011 entsteht so schließlich Kessels & Smit Deutschland als eigenständige Firma, gegründet von Arne Gillert und Marcus Splitt. Weil sich die Arbeit an seiner Promotion nicht länger mit einer führenden Rolle im Unternehmen verbinden lässt, tritt Marcus Splitt Anfang 2013 aus dem direkten Geschäft aus.

Kessels & Smit Berater arbeiten in Deutschland vor allem an den folgenden Themen:

  • Organisationsveränderungsprozesse. Wir gestalten Veränderungen so mit, dass sich das Handeln der Menschen ändert. Denn in unserer Überzeugung ist dieses Handeln in fast allen Fällen der Schlüssel zur wirklichen Veränderung. Wenn sich das Handeln nicht ändert, ändert sich letztendlich nichts.
  • Spielerische Organisationen. Wir glauben, dass die klassischen Arten, Arbeit zu organisieren, der Wissensproduktivität, Innovation und Kreativität oft im Weg stehen. Mit den Ideen der spielerischen Organisation bieten wir eine alternative Perspektive auf die Gestaltung von Arbeit. Wir gehen von den Menschen aus – egal, welcher Generation sie angehören. Und sorgen dafür, dass diese Menschen nicht nur nebeneinander her arbeiten, sondern miteinander zu ganz neuen Leistungen kommen können.
  • Führungskräfteentwicklung. Unsere Arbeit mit Führungskräften ist in erster Linie immer persönlich – weil wir nicht glauben, dass Führung sich in irgendeinem Modell ausdrücken lässt. Modelle sind Hilfestellung für Entwicklung, keine Zielvorgaben. Unsere Führungskräfteentwicklungsprogramme kommen nahe an die Teilnehmer als ganzheitliche Persönlichkeiten heran.
    Gleichzeitig entstehen Fragestellungen von Führung immer im konkreten Arbeitskontext. Wir holen die Teilnehmer nicht aus ihrer Arbeitswelt und schaffen so ihr Transferproblem, sondern wir intervenieren direkt in den jeweiligen Arbeitskontext. Dadurch  heben wir den Unterschied zwischen Arbeiten und Lernen auf und schaffen ganz konkrete Lernmöglichkeiten am Arbeitsplatz.
  • Arbeitssicherheit durch Kulturwandel. Durch technische Maßnahmen einerseits und Regeln und Vorschriften andererseits lässt sich Arbeitssicherheit deutlich erhöhen. In den meisten Unternehmen mit Risikoprofil sind diese Maßnahmen inzwischen Standard. Ein Mehr an Sicherheit lässt sich nur durch sicherheitsbewusstes Handeln von allen Betroffenen realisieren. Wir haben innovative Konzepte entwickelt, um die Sicherheit zwischen die Ohren und zwischen die Nasen zu bekommen – also zum einen in die Köpfe der Handelnden und zum anderen in das soziale System, das diese Handelnden beeinflusst.
  • Neuentwurf von Lernen in Unternehmen. Wir glauben an die Integration von Lernen in den normalen Arbeitsalltag. Klassische Weiterbildungsmaßnahmen sind nur ein kleiner Ausschnitt dessen, wie man Lernen in Organisationen gestalten kann. Wir schaffen grundlegend neue Lernarchitekturen, jenseits des Seminarkatalogs. Dabei ist der Erfolgsmaßstab vor allem, ob die gewählte Intervention das Handeln von Menschen nachhaltig in die gewünschte Richtung verändert. Wir entwerfen Lernen ästhetisch, inszenierend, neugierig machend und vor allem in der Praxis des Lernenden. In zahlreichen Unternehmen haben wir so zu signifikanten Steigerungen des Lerneffekts beigetragen.


Allen Themen gemeinsam ist die akteur-zentrierte Herangehensweise: Wir stellen den handelnden Menschen in den Mittelpunkt all unserer Arbeit, und entwerfen von ihm ausgehend Maßnahmen, die das konstruktive und zielführende Handeln fördern. Dabei nutzen wir verschiedene Brillen, durch die wir bestehende Situationen analysieren – systemisch, konstruktivistisch, lernend, spielend, kulturorientiert, individualpsychologisch, gruppendynamisch, werteentwicklungsorientiert. Wir basieren unsere Arbeit auf den Ideen der Wissensproduktivität – die Faktoren, die Organisationen in die Lage versetzen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und radikal zu erneuern.

 

Vor allem aber sind wir Macher. Wir machen Momente, Atmosphäre und Kontakt. Wir sorgen für Ruhe und Unruhe. Wir schaffen Erfahrungen und Ästhetik. Wir durchbrechen Muster und machen gesund. Wir zeigen Richtungen auf. Und wir packen mit an. Dabei verbinden wir das, was wir tun, immer mit den Organisationszielen und schaffen so bleibende, relevante Resultate.